Die Mittelmeerdiät

MEDITERRANE DIÄT UND NATIVES OLIVENÖL EXTRA


Nachdem wir nun festgestellt haben, dass es gültige Gewissheiten dafür gibt, dass die Mittelmeerdiät vor zahlreichen und schweren Krankheiten schützen kann, ist es angebracht, ein wichtiges Konzept noch einmal zu wiederholen. Das mediterrane Ernährungsmodell oder die Mittelmeerdiät, wenn wir sie so nennen wollen, weist in allen betrachteten Regionen (Italien, Spanien, Griechenland) ein gemeinsames Merkmal auf: natives Olivenöl extra .


Zusammenfassend können wir folgendes skizzieren:




  • 1. Epidemiologische Studien legen nahe, dass die mediterrane Ernährung, die reich an nativem Olivenöl extra ist, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt.

  • 2. Die mediterrane Ernährung kann jene Variablen positiv modulieren, die Risikofaktoren und Bedingungen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen, wie etwa Lipidprofil, arterielle Hypertonie und glykämischer Stoffwechsel (oder Blutzuckerstoffwechsel)
La Dieta Mediterranea

  • 3. In den allgemein betrachteten Ländern (Italien, Spanien, Griechenland), in denen natives Olivenöl extra die Hauptquelle für Nahrungsfett ist, ist die Tumorinzidenz deutlich geringer als in den nordeuropäischen Ländern.

  • 4. Jüngsten Studien zufolge ist die Mittelmeerdiät, die, wie wir wiederholen, auf dem Vorhandensein von nativem Olivenöl extra als Hauptquelle für Nahrungsfette basiert, mit einem gesunden Leben und einer längeren Lebensdauer vereinbar.



  • Eine sehr interessante Beobachtung in diesem Zusammenhang ist die vermutete Schutzwirkung von Olivenöl gegen einige Neoplasien. Man kann eine molekulare Wirkung des Olivenöls vermuten, die die einfach ungesättigte Fettsäure (Ölsäure) betrifft und die Fähigkeit besitzt, die Expression von krebsbezogenen Onkogenen spezifisch zu regulieren. Tatsächlich wurde beobachtet, dass die Zugabe physiologischer Konzentrationen von Ölsäure zu Brustkrebszellkulturen die Überexpression eines genau definierten Onkogens unterdrückte, das bei etwa 20 % der Brustkrebsfälle eine Schlüsselrolle bei der Entstehung, dem Fortschreiten, der Entwicklung und dem Ansprechen auf Chemotherapie und endokrinologische Therapie spielt (Colomer und Menendez, 2006).



    Von Dr. Claudio Massimo De Micheli,
    Endokrinologe und Diabetologe